Diese Veranstaltung versucht, zusammen zu bringen, was eigentlich zusammen gehört: die Bereiche Stimme / Sprechen und Rederhetorik. Ob wir in Seminaren Einführungen geben, Vorlesungen oder Vorträge halten, immer kommt es (neben dem Inhaltlichen) sowohl auf Stimme und Sprechausdruck als auch auf den Aufbau und die Präsentation des Gesprochenen an. Ein Vortrag, der Zuhörer anspricht, ist zumeist mühelos zu verstehen, sprecherisch abwechslungsreich und unterstützt seine Inhalte durch eine klare Gliederung.
Gute Lehre, egal ob in der Schule oder Hochschule basiert auf gelingender Kommunikation. Da es sich in der Lehre fast immer um komplementäre (nicht-symmetrische) Gesprächssituationen handelt, ist es Aufgabe der Lehrenden, Gespräche so zu initiieren und zu leiten, dass Studierende sich in einem positiven Gesprächsklima zu Gesprächsbeiträgen ermutigt fühlen. Besonders als Moderator/in in Seminardiskussionen können Lehrende gut zu aktiver Beteiligung anregen und so den Lernprozess insgesamt positiv unterstützen.
Hochschullehrer unterrichten zwar nicht so viel wie Lehrer an Schulen, aber auch sie benötigen eine Stimme, die mühelos durchdringt und Inhalte angemessen vermitteln kann. Stimme und Sprechweise der Lehrenden beeinflussen stark, ob Studierende gut zuhören können oder rasch abschalten. Auch für die vielen Beratungs- und Gesprächssituationen der Lehrenden ist ein professioneller Stimmgebrauch hilfreich.
Kurz vor Beginn der Veranstaltungen soll dieser „Tag für die Stimme“ Lehrenden die Möglichkeit geben, die eigene Stimme fit für das beginnende Semester zu machen.